Diese Entscheidung ist mir heuer viel leichter gefallen als noch vor einem Jahr, da ich nun als Innsbrooklyni wirklich kein Auto brauche. Von meiner Wohnung aus erreiche ich alles Nötige mit dem Rad, sei es das Heeresleistungssportzentrum, das Olympiazentrum, oder der Beach am Inn. Außerdem spare ich dadurch sehr viel Geld: Zum einen müsste ich für ein Auto ein monatliches Leasing zahlen, zum anderen würde ein Tiefgaragenparkplatz unter meiner Wohnung nochmal € 85,- mtl. kosten. Von diesem Geld kann ich ein paar entspannte, emissionsarme Zugreisen unternehmen.

Trotzdem brauche ich ab jetzt wieder ein Gefährt. Obwohl ich im vermeintlichen Epizentrum österreichischen Skisports wohne, ist fast keiner meiner Betreuer und Teamkollegen aus der Gegend. Somit werden Fahrgemeinschaften unwahrscheinlich und zumindest Teilstrecken selbst zu überwinden sein. Auch die Öffis sind während der Saison aufgrund meines schweren Gepäcks und der zu geringen Flexibilität keine wirkliche Alternative. 

Bis jetzt hatte ich mit dem Autohaus Pfleger einen großartigen Deal. Alle paar Monate bekam ich ein nagelneues Auto unter meinen Sitzmuskel, das ich ein paar Kilometer einfuhr, bevor es dann als Vorführer verkauft wurde. Nun möchte ich nicht kleinlich wirken oder zu hohe Ansprüche stellen, doch meines Erachtens ist die Zeit der Verbrenner vorbei und schön langsam wird es meinem Gewissen etwas zu blöd, dass ich mehrmals im Jahr für eine Erstzulassung eines PKWs mit Verbrennungsmotor verantwortlich bin. 

Doch auch dieses zugegeben selbstgemachte Dilemma wurde vom Autohaus Pfleger sehr unkompliziert gelöst. Diesen Winter darf ich nämlich einen Opel Corsa e einfahren.

Nun ist mir natürlich bewusst, dass Elektroautos unsere ökologischen Krisen nicht lösen werden. Trotzdem reichen die deutlich geringeren Treibhausgasemissionen über die Lebensdauer dieser Autos, um mein Gewissen etwas zu beruhigen. Gleichzeitig habe ich mir am ersten Tag des Vorverkaufs das Klimaticket gekauft, was mich auch einen kleines bisschen besser schlafen lässt.